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Die Sprecherinnen

Für den Zeitraum 2024 - 2026

Die vier Sprecherinnen des Frauenforums

© Sabine Fischer

Seit fast 40 Jahren engagieren sich in Ulm Frauen im Frauenforum Ulm und für frauenpolitische Fragen, Aktionen und Initiativen. Wir arbeiten an der Sichtbarkeit von Frauen und stärken Fraueninteressen in unserer Stadtgesellschaft. Gemeinsam können wir mit unserem Netzwerk viel bewegen.

Unsere Sprecherinnen: 

In der Sitzung am Donnerstag, 28. November 2024 wählten die Mitgliedsfrauen des Ulmer Frauenforums vier Sprecherinnen für die nächsten zwei Jahre. Die Sprecherinnen des Frauenforum Ulm sind:
                        Ditte Endriß
                        Dr. Karin Graf
                        Dr. Marie-Kristin Hauke
                        Franziska Wiker

Die gewählten Sprecherinnen vertreten das Frauenforum in der Öffenltichkeit, beziehen öffentlich Stellung und setzen inhaltliche Schwerpunkte. 
Die Sprecherinnen und die zwei Leiterinnen des Frauenbüros stehen in einem engen Austausch und bringen Frauen- und Gleichstellungsthemen für Ulm gemeinsam voran. Die Sprecherinnen werden vom Frauenbüro organisatorisch und inhaltlich unterstützt.

Ditte Endriß, Sprecherin Frauenforum Ulm

Als geborene Ulmerin war ich über 30 Jahre im Gesundheitswesen angestellt und habe heute eine Praxis für Kinesiologie und Coaching.
Lange Zeit habe ich Erfahrungen als alleinerziehende Mutter von 3 Kinder gesammelt, die ich in meine ehrenamtlichen Aktivitäten bei BPW-Ulm e.V. und dem Frauenforum Ulm mit einbringen kann.

Seit 2022 bin ich als eine der Sprecherinnen gewählt. Hier ist es mir wichtig, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir Frauen unseren Platz in der Gesellschaft behalten und weiter stärken.
Ganz besonders liegt mir am Herzen, dass wir Frauen, egal welcher Herkunft, zusammen in Wertschätzung und Respekt füreinander den momentanen menschenunwürdigen Strömungen entgegenwirken.

Dr. Karin Graf

© Dr. Karin Graf

 

Ich bin Historikerin und lebe seit 30 Jahren in Ulm. Zum Frauenforum bin ich über ein Ausstellungsprojekt zur Nachkriegszeit gekommen. Die Rolle der Frauen beim Aufbau der Demokratie nach 1945 hat mich sehr beeindruckt. „Frau sein heißt politisch sein“ – dieses Credo der damaligen Frauenvereine hat mich dazu gebracht, mich näher mit der historischen und gegenwärtigen Frauenbewegung zu beschäftigen.

Viele Themen haben sich leider immer noch nicht erledigt: Gewalt gegen Frauen, ungleiche Verteilung von Care-Arbeit, Equal Pay Gap, strukturelle Benachteiligungen von Frauen im Alltag und und und… Die Geschichte zeigt aber auch: Wenn Frauen sich zusammentun, können sie viel bewegen. Das Frauenforum ist das beste Beispiel dafür – mich als Sprecherin für Themen, die Frauen bewegen, einzusetzen ist für mich gelebte Demokratie.

Mein Name ist Franziska Wiker und ich bin Mutter von zwei Kindern (8 und 6 Jahre alt). Ich bin 2018 das erste Mal und 2019 ein weiteres Mal Mutter geworden. Als meine Kinder auf die Welt kamen und ich mich in der neuen Rolle als Mutter wiederfand, löste dies bei mir eine Auseinandersetzung mit meinen eigenen negativen patriarchalen Glaubenssätzen, den bestehenden Rollenbildern und dem gesellschaftlichen Blick auf Frauen und Mütter aus, denen in der öffentlichen Meinung häufig unterstellt wird, sie würden nie, egal was Sie tun, vieles oder alles auf jeden Fall falsch machen. Das hat mich schnell so genervt, dass ich angefangen habe mich mit dem Patriachat, Femiziden, Feminismus und weiteren Themen rund um Gleichstellung und die Rechte von Frauen zu beschäftigen.

Gleichzeitig war ich ehrenamtlich für Radio free FM tätig und konnte anlässlich eines Filmes über den Tod von Jina Mahsa Amini Frauen interviewen, die aus dem Iran geflohen sind, in Ulm leben und von hier aus für die Revolution Frau, Leben, Freiheit kämpfen. Das hat mich so beeindruckt, dass ich mich mehr für Frauen engagieren wollte. So kam es zur Kandidatur als Sprecherin des Frauenforums.

Ich wurde von den Frauen im Frauenforum mit dem klaren Auftrag Öffentlichkeitsarbeit gewählt und nehme diesen sehr ernst. Die Arbeit und das Netzwerk des Frauenforums ist sind ausgesprochen wichtig und muss mehr gehört und wahrgenommen werden, vor allem in der Stadtgesellschaft. Noch immer gibt es zu viele Frauen, die das Netzwerk nicht kennen.