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Geflüchtete

Ulm als Internationale Stadt will all' denjenigen, die zu uns kommen, Gastgeber, Heimat und Schutzraum sein. Daher betrachten wir Flüchtlinge, die mit ihrem Wissen und Können in unsere Stadt kommen, als Zugewanderte, die für eine bestimmte Zeit oder dauerhaft Bürgerinnen und Bürger Ulms sind - wie andere Neubürgerinnen und Neubürger auch.

Hier finden Sie spezielle Informationen zum Thema Flucht und Asyl zusammengestellt.

Die Beratung von Geflüchteten in allen Fragen des alltäglichen Lebens (Spracherwerb, Arbeitsmarktintegration, Anerkennung ausländischer Qualifikationen, Bestimmungen des Aufenthaltsrechts, Wohnen, Schule und Bildung) ist die Aufgabe des Integrationsmanagements und der Flüchtlingssozialarbeit. Die Sozialberatung geschieht bedarfsorientiert in Form niedrigschwelliger und kultursensibler Beratung.

Alle Kontaktangaben finden Sie in den Downloads.

Kontaktdaten FSA IMA Ulm (0,27 MB, pdf)

Jeder Flüchtling in Ulm kann einen Integrationssprachkurs, weiterführende oder berufsbezogene Sprachkurse besuchen, an niedrigschwelligen Kursen und vielfältigen ehrenamtlichen Angeboten teilnehmen oder mit individueller Begleitung das Gelernte anwenden und vertiefen.

Die Stadt Ulm bietet für neu zugezogene Flüchtlinge in regelmäßigen Abständen eine Erhebung des individuellen Sprachniveaus an. Ausgehend davon vermittelt die Kontaktstelle Migration den Flüchtlingen schnellstmöglich passende Kurse bei anerkannten Trägern. Auf Wunsch kann die Einstufung auch beim Sprachkursträger direkt erfolgen.

Nach dem Integrationskurs zum Sprachniveau B1 vermitteln die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter für den Berufseinstieg in eine Vielzahl unterschiedlicher Kurse und Programme, die von weiterführenden Sprachkursen zu den Sprachniveaus B2 aufwärts über berufsbezogenes Deutsch und Fachsprache bis hin zu berufsorientierenden Kurse mit Deutschunterricht (idR ohne eigenes Sprachzertifikat) reichen.


Bitte beachten Sie:

  • Einige der Maßnahmen gelten nur für anerkannte Flüchtlinge, AsylbewerberInnen aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia und Geduldete nach § 60 Abs.2 S.3 AufhG. Diese Maßnahmen werden in der Regel direkt über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert. Die Zulassung beim BAMF kann selber, mit Unterstützung des Flüchtlingssozialdienstes oder der Kontaktstelle Migration beantragt werden. Die Berechtigung zur Teilnahme an berufsbezogenen Sprachkursen wird von der Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter erteilt.
  • Die Stadt Ulm bezuschusst für alle anderen Geflüchteten über die städtischen Sprachförderrichtlinien die Teilnahme an Integrations- und weiterführenden Sprachkursen, z.T. gegen einen Eigenanteil. Wer von der Stadt Ulm gefördert wird, beantragt einen Berechtigungsschein bei der Stadt Ulm/Kontaktstelle Migration, der vor Kursbeginn bei der Sprachschule vorzulegen ist.

Für die Wahl des richtigen Angebots kommt es auf eine gute individuelle Beratung an. Hier stehen die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter für ihre Kundinnen und Kunden zur Verfügung. Weiterhin beraten die Kontaktstelle Migration bez. Integrationskursen und Förderung nach den städtischen Förderrichtlinien sowie die Flüchtlingssozialarbeit bzw. die Migrationsberatungsdienste.

Integrationskurse bestehen aus einem Deutsch-Sprachkurs (600 - 900 Stunden) sowie einem Orientierungskurs (100 Stunden), in dem historische, politische und gesellschaftliche Grundlagen zum Leben in Deutschland vermittelt werden. Nach 6 Modulen à 100 Std. folgt die Prüfung zum Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, der eine Alltagskommunikation ermöglicht, anschließend  folgen 100 Stunden Orientierungskurs mit Prüfung. Wer beide Prüfungen besteht, hat den Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen. Dies ist i.d.R. Voraussetzung, um später eine unbefristete Niederlassungserlaubnis oder die Einbürgerung zu beantragen. Neben allgemeinen Integrationskursen gibt es Kursangebote für spezielle Zielgruppen mit  900 Stunden Deutsch, z.B. Alphabetisierung, Frauen, Eltern, Jugendliche, Schnell-Lernende usw. Teilweise gibt es eine Kinderbetreuung für Kinder bis 3 Jahre.
In Ulm gibt es verschiedene Sprachschulen für Integrationskurse (vgl. www.webgis.bamf.de). Die Kurse werden angeboten:

  • in Vollzeit, d.h. 5 Tage/Woche
  • in Teilzeit, d.h. 2 - 4 Tage/Woche
  • vormittags, nachmittags oder abends

Ein  Wechsel des Kursträgers ist jeweils zum Ende eines Moduls (100 Std.) möglich. Bitte lassen Sie sich vor Beginn eines Kurses in der Kontaktstelle Migration zur Wahl des individuell geeigneten Kurses beraten! Unter der Rubrik Downloads finden Sie ein PDF zur Sprachberatung der Kontaktstelle Migration.

Die Stadt Ulm bezuschusst - unterstützt durch eine Förderung des Landes Baden-Württemberg - die Teilnahme an Integrations- und weiterführenden Deutschkursen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie Inhaberinnen und Inhaber der Ulmer Lobbycard.

Besuch von Kindertagesstätte und Schule für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Ulm 

Informationen zur Anmeldung in einer Ulmer Kindertagesstätte und zur Platzvergabe stellt das Familienbüro zur Verfügung.

Für alle Kinder, die ohne Deutschkenntnisse aus dem Ausland nach Deutschland kommen, gibt es die internationalen Vorbereitungsklassen VKL. Hier lernen die Kinder zuerst deutsch und werden in den Kernfächern unterrichtet. Das dauert 6 - 12 Monate. Danach wechseln sie in eine Regelklasse. Die Vorbereitungsklassen sind an mehreren Ulmer Schulen eingerichtet. Ältere Jugendliche von 16 bis 20 Jahren gehen in die sogenannten VABO-Klassen (Vorqualifizierung Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse) an beruflichen Schulen.

 

Unterstützung beim Lernen
Für Grundschulkinder gibt es Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe an der Grundschule selber. Außerdem gibt es Lerngruppen, z.B. beim Arbeitskreis Ausländische Kinder, beim Mädchen- und Frauenladen Sie'ste (nur für Mädchen) und z.T. in den Stadtteilen. Für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 gibt es an vielen Schulen Hausaufgabenbetreuung und in den Stadtteilen die kostenlosen offenen Lerntreffs. Die Kosten für professionelle Nachhilfeinstitute können manchmal auf Antrag übernommen werden (Bildungs- und Teilhabepaket). Hier helfen der Sozialdienst, die Schulsozialarbeit und die Lehrkräfte an der Schule.

 

Das Schulsystem in Deutschland
Alles, was man über den Schulbesuch in Deutschland wissen muss, ist in der Bildungsmappe "Ulm macht Schule" Bildungsmappe  zu finden.

Um Menschen, die aus ihrer Heimat nach Ulm geflüchtet sind, mit Wohnraum zu versorgen, betreibt die Stadt momentan zwei Gemeinschaftsunterkünfte im Mähringer Weg und in der Römerstraße. Darüber hinaus mietet die Verwaltung stadtweit geeignete Wohnobjekte von privaten Anbietern. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Seite. Bauen und Wohnen

Arbeitsvermittlung für Geflüchtete in Ulm 

Die wichtigsten Ansprechpartner bei der Entwicklung individueller Berufsperspektiven für in Ulm lebende Geflüchtete sind das Jobcenter Jobcenter Migration&Flucht sowie die Agentur für Arbeit Arbeitsagentur für Menschen aus dem Ausland

 

Jobcenter Ulm
Schwambergerstraße 1
89073 Ulm
Telefon: 0731 409 86 0

 

Agentur für Arbeit Ulm

Wichernstraße 5

89073 Ulm

Telefon: Arbeitnehmer- und Arbeitgeberkunden kostenlos aus allen deutschen Fest- und Mobilfunknetzen:
Tel: 0800 4 5555 00 (Arbeitnehmer/Arbeitsuchende)
Tel: 0800 4 5555 20 (Arbeitgeber)

Fax: 0731 / 160- 499

Bürgerschaftliches Engagement zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft zu stärken und eine selbstbewusste und aktive Zivilgesellschaft mit zu entwickeln.

 

Laufend kommen Menschen nach Ulm, die aus ihrer Heimat flüchten mussten. Diese Menschen zu unterstützen und dabei zu begleiten, in Ulm eine neue Heimat zu finden, bedarf auch des bürgerschaftlichen Engagements. Geflüchtete brauchen Begegnung und Austausch, bürgerschaftlich engagierte Menschen können eine wichtige Stütze im Ankommens- und Integrationsprozess sein.

Die Freiwilligenagentur „engagiert in ulm e.V.“ berät Bürgerinnen und Bürger in diesem Feld und bringt Menschen zueinander.